Nelson Müllers Lebensmittelreport

Im August des vergangenen Jahres hatten wir prominenten Besuch in Südtirol und in unseren Obstwiesen: Nelson Müller, der bekannte TV-Koch aus Deutschland hat sich vor Ort informiert, wie Äpfel in Südtirol angebaut werden.

 | © Südtiroler Apfelkonsortium
In seiner Sendung „Nelson Müllers Lebensmittelreport“ untersucht er verschiedene Lebensmittel, die in Deutschland in den unterschiedlichsten Handelsketten vermarktet werden. In der Sendung geht Nelson Müller unter anderem der Frage nach, wie Äpfel produziert werden, damit sie ein perfektes Aussehen in den Verkaufsregalen haben.

Nelson Müller interviewt einen unserer 7.000 Apfelbauern, ist in einer Obstgenossenschaft zu Besuch und nimmt verschiedene Erkenntnisse aus Südtirol mit:
  1. Der Südtiroler Apfelbauer arbeitet in und mit der Natur. Er muss seine Ernte vor Kälte und Hagel schützen und nutzt dabei verschiedene Techniken und Hilfsmittel, wie zum Beispiel Hagelnetze oder die innovative Frostberegnung.
  2. Damit die Äpfel im Supermarkt alle eine tolle, einheitliche Qualität und Farbe aufweisen, „zupft“ (ausdünnen) der Apfelbauer bereits im Sommer zu kleine und/oder beschädigte Früchte vom Baum, damit die verbleibenden Äpfel besser mit Nährstoffen und Sonnenlicht versorgt werden, und somit ideal reifen können. Bei der Ernte werden alle Äpfel vorsichtig von Hand gepflückt.
  3. Um die Ernte zu schützen und den Anforderungen hinsichtlich Qualität und Farbe der Konsumenten zu entsprechen, setzen auch Südtirols Apfelbauern Pflanzenschutz-Mittel ein. Vor allem nach starkem Niederschlag müssen verschiedene Pilzkrankheiten bekämpft werden. Pflanzenschutzmittel werden mit genügend Abstand vor der Ernte ausgebracht, damit möglichst keine Rückstände auf dem Produkt verbleiben. Evtl. Rückstände müssen immer unter dem gesetzlich festgelegten Höchstwert und somit unbedenklich für den Verbraucher sein. Nelson Müller rät dazu, das Obst vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Da das Obst bis zum Verkaufsregal durch viele Hände gereicht wird, ist dies auch aus Hygiene-Sicht sinnvoll. Südtirol ist auch Vorreiter bei der Forschung für alternative Methoden des Pflanzenschutzes. Die Südtiroler Apfelbauern kennen das Problem der Abdrift und setzen seit Jahren auf modernste Sprühtechnik, die diese großteils verhindert.
  4. Um Äpfel für einige Monate zu lagern, werden die Äpfel in den Zellen der Obstgenossenschaft gekühlt und der Sauerstoff in der Zelle minimiert. Mit modernster Lagertechnik reift der Apfel kaum nach und kann auch Monate später noch ohne Geschmacksverlust hervorragend verzehrt werden. Nur der Abbau von Vitamin C in geringen Mengen kann laut Untersuchung von Nelson Müller nicht verhindert werden.
  5. In einem Konsumten-Test kommt Nelson Müller zu einem interessanten Ergebnis: bei der Verkostung von 2 Gala-Äpfeln – einer erntefrisch, der andere 1 Jahr alt – entscheiden sich die meisten Testpersonen für den älteren Apfel. Dieser hat während seiner Lagerzeit mehr Zucker aufgebaut und sieht ansprechender aus, was bei den Konsumenten offensichtlich besser ankommt.

Die Sendung finden Sie online in der ZDF Mediathek.
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