Böden, Biodiversität, Ökobilanz

Eine nachhaltige Landwirtschaft ist den Südtiroler Bauern ein wichtiges Anliegen.

Die Bauern selbst haben größtes Interesse an einer nachhaltigen Landwirtschaft. Sie sind es, die mit und in der Natur arbeiten – und es ist ihr eigener Grund und Boden, der von ihnen bearbeitet wird und der auch für nachkommende Generationen zu bewirtschaften sein soll.
Intensiver Anbau und Nachhaltigkeit schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Ein hoher Hektarertrag spart Kulturgrund und reduziert den CO2 Fußabdruck des Apfels. Wegen der höheren Erntemenge sinkt der Anteil der eingesetzten Ressourcen je Apfel. Nach einer Studie der Universität Bozen liegt der CO2-Fußabdruck des Apfels bei nur 51 Gramm Kohlendioxid je Kilogramm Äpfel (zum Vergleich: 1 Kilometer Autofahrt verursacht die dreifache Menge CO2).

Zerstören Apfelanlagen die Artenvielfalt?
Obstanlagen sind keine Monokulturen, sondern ein Ökosystem. Im Unterschied etwa zum Ackerbau weisen Obstanlagen eine Grasnarbe und Randbepflanzungen auf, in denen Gräser und Kräuter wachsen und Kleintiere leben. Eine Obstwiese beherbergt zwischen 25 und 50 verschiedene Pflanzenarten, und eine Vielzahl an Insekten und Spinnentieren. (Diplomarbeit Magdalena Linser, Universität Bozen: 38 Pflanzenarten in untersuchter integriert bewirtschafteter Obstanlage).

Machen Monokulturen und Pflanzenschutzmittel die Böden kaputt?
Die Böden in den Obstbaugebieten Südtirols sind nachweislich gesund. Wissenschaftler der EURAC und der Universität Innsbruck haben die Südtiroler Kulturböden untersucht und stellen ihnen ein sehr gutes Zeugnis aus. Im Rahmen des Forschungsprojekts „SoilDiv“ (2011-2013) wurde festgestellt, dass Böden in Obstanlagen sehr gesund sind und über 4000 Bodentiere je Quadratmeter beherbergen. Experten führen den guten Zustand der Obstbauböden auf den integrierten Anbau zurück.
Im Unterschied zum Kupfer verursachen moderne Pflanzenschutz-Mittel keine Ablagerungen im Boden, sondern bauen sich innerhalb einer bestimmten Zeitspanne durch Einwirkung von Licht und Luft ab.

In Apfelanlagen stehen keine Bäume mehr, sie sind ein Wald von Betonsäulen.
Das heutige Pflanzsystem erhöht nicht nur den Ertrag, sondern erleichtert auch die Bewirtschaftung.  Die niedrigen Apfelbäume erhöhen die Arbeitssicherheit, weil die Arbeit mit Leitern wegfällt. Pflanzenschutzbehandlungen können sparsamer durchgeführt werden, was die Mittelmenge und mögliche Abdrift reduziert.

 
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